Der Anfang: E-Mails und Texte
Angefangen hat das Ganze mit Microsoft Copilot, dann ChatGPT – erst kostenlos, dann Bezahlversion, weil man schnell merkt: es lohnt sich. Die ersten Schritte waren unspektakulär: E-Mails formulieren lassen, Texte umformulieren, Formulierungshilfen holen. Nett, aber noch kein Gamechanger.
Recherche, Bilder, Präsentationen
Dann kam der nächste Schritt: Dinge im Internet suchen – aber nicht mehr selbst klicken, sondern fragen. Technische Erklärungen holen. Statistiken rausziehen. Irgendwann Bilder bearbeiten für Vorträge, Präsentationen vorbereiten, Inhalte strukturieren. Dinge, für die man früher entweder viel Zeit oder jemanden anderen gebraucht hätte.
Parallel kam Google Gemini dazu. Heute nutze ich beides – Gemini und Claude – je nachdem was passt.
Von der Suche zum Bauen
Irgendwann kippte es. Aus "ich frage nach Informationen" wurde "ich lasse Dinge bauen". HTML-Dateien erstellen, die etwas auslösen. Tools zusammenstellen. Und schließlich: diese Webseite hier – komplett mit KI gebaut. Kein HTML von Hand geschrieben, kein CSS gebastelt. Ich hab gesagt was ich will, Claude hat umgesetzt, ich hab korrigiert. So läuft das.
Mit Claude Cowork hat sich das nochmal verändert – die KI hat direkten Zugriff auf den Rechner, auf Dateien, auf Systeme. Das ist kein Chat mehr, das ist ein Werkzeug das wirklich arbeitet.
Smarthome, Homelab, Alltag
Heute lasse ich mein Smarthome durchchecken – auf Fehler, Sicherheitslücken, Verbesserungsvorschläge. Das Homelab genauso. Einkaufstipps holen, Urlaubsrecherche, allgemeine Lebensfragen – KI ist für mich ein ständiger Begleiter geworden, der in fast jeden Bereich reinreicht.
Was das mit mir gemacht hat
Ich war der normale Computer-User mit ein bisschen EDV-Wissen, der irgendwann an Grenzen stößt. Diese Grenzen gibt es so nicht mehr. Nicht weil ich plötzlich Entwickler bin – sondern weil KI die Lücke schließt zwischen dem, was ich will, und dem, was ich selbst umsetzen kann.
Das fasziniert mich. Was früher undenkbar war, ist heute Nachmittagsprojekt. Und ich bin gespannt, wohin das noch führt.
Rezepte, Einkauf, Urlaub – KI als Lebensbegleiter
Mittlerweile lasse ich mir Rezepte erstellen – und die sind wirklich gut. Nicht irgendwas generisches, sondern angepasst an das, was im Kühlschrank ist, an Vorlieben, an Portionen. Urlaubsrecherche, Einkaufstipps, Preisvergleiche – vieles davon erledigt KI heute schneller und besser als jede Webseite.
Das hat Konsequenzen. Seiten wie Chefkoch, Thermomix, Check24 oder Idealo werden das spüren – wenn der Nutzer gar nicht mehr dort hingeht, sondern einfach fragt. Noch ist das nicht vollständig. Aber es wird von Tag zu Tag mehr. Und es wird besser.
Risiken – die man kennen muss
So begeistert ich bin – es gibt eine Seite, die man nicht ignorieren darf: Datenschutz. Was man einer KI erzählt, landet irgendwo. Wer seinen Alltag, seine Finanzen, seine Gesundheit in einen Cloud-Dienst tippt, gibt Daten raus. Das muss einem bewusst sein.
Meine Antwort darauf: wo es geht, lokal. Meine Notizen bleiben in Obsidian auf meiner eigenen Synology – kein Cloud-Sync, kein fremder Server. Für sensible Dinge nutze ich Ollama mit lokalen Modellen, die den eigenen Rechner nie verlassen. Das kostet etwas Komfort, aber die Daten bleiben zu Hause.
Es ist eine neue Herausforderung, die wächst. Je mehr KI ins Leben reinkommt, desto wichtiger wird die Frage: Was gebe ich preis, und was behalte ich für mich?
Im Job – ein Gamechanger
Auch beruflich hat sich einiges verändert. Texte formulieren, technische Zusammenhänge einfach erklären, Präsentationen strukturieren und checken, Baustellenberichte schreiben – oder zumindest beim Schreiben helfen lassen. Systeme vergleichen, komplexe Sachverhalte klar und übersichtlich darstellen. Schnell eine saubere Tabelle erstellen, die man früher eine halbe Stunde gebastelt hätte. KI unterstützt überall dort, wo früher viel Zeit draufging – ohne dass sensible Dinge das Haus verlassen müssen. Es ist kein Ersatz für Erfahrung und Fachwissen. Aber es ist ein Werkzeug, das beides schärfer macht.
Die Zukunft ist spannend. Und sie kommt schneller als die meisten denken.