Die Zentrale: Home Assistant
Home Assistant läuft bei mir als eigene VM auf Proxmox – isoliert, immer erreichbar, mit automatischen Backups auf die Synology. Der Vorteil gegenüber Cloud-Lösungen: alles bleibt im Haus, keine Abhängigkeit von irgendwelchen Servern irgendwo.
Über 40 Geräte sind eingebunden – Lichter, Sensoren, Steckdosen, Heizungssteuerung, Kameras. Das klingt nach viel, ist aber mit der Zeit gewachsen. Man fängt mit einer smarten Glühbirne an und hört irgendwie nicht mehr auf.
Funk: Zigbee und Thread
Den Großteil meiner Geräte betreibe ich über Zigbee – zuverlässig, lokal, kein Cloud-Zwang. Als Stick nutze ich den Nabu Casa SkyConnect ZBT-1, der gleichzeitig auch als Thread-Border-Router läuft.
Thread ist der Nachfolger von Zigbee – IP-basiert, noch zuverlässiger. Noch nicht alle Geräte unterstützen es, aber das ändert sich gerade schnell. Ich hab beides parallel am Laufen.
Netzwerk als Fundament
Das Smarthome hängt in einem eigenen VLAN im Unifi-Netzwerk – getrennt vom Rest. Das hat zwei Vorteile: Sicherheit, und wenn mal ein Smarthome-Gerät spinnt, zieht es nicht alles mit.
Matter – der neue Standard
Seit einer Weile unterstützt Home Assistant auch Matter – den herstellerübergreifenden Standard, der Apple, Google und Amazon endlich auf eine gemeinsame Sprache zwingt. Ich nutze Matter wo es geht, weil es die Einbindung neuer Geräte deutlich einfacher macht.
Zusammen mit Thread ergibt das eine moderne Grundlage: Thread liefert das zuverlässige Mesh-Netzwerk, Matter die einheitliche Sprache drüber. Beides läuft lokal – kein Cloud-Zwang.
KI im Smarthome
Seit Home Assistant KI-Assistenten unterstützt, hat sich einiges verändert. Ich nutze ein lokales Sprachmodell über Ollama – das heißt, ich kann dem System per Sprache oder Text sagen was es tun soll, ohne dass irgendetwas die eigenen vier Wände verlässt.
Automationen baue ich mittlerweile teilweise mit KI-Unterstützung – ich beschreibe was ich will, die KI schlägt die YAML-Konfiguration vor. Das spart Zeit und man kommt schneller zu Ergebnissen, auch bei komplexeren Logiken.
Was gut funktioniert
Automationen, die man nach einer Weile vergisst – weil sie einfach laufen. Licht das sich beim Betreten des Raums anpasst. Heizung die weiß wann jemand zu Hause ist. Benachrichtigungen wenn etwas nicht stimmt.
Das ist für mich der Maßstab: ein gutes Smarthome fällt nicht auf. Es funktioniert einfach.